Leipziger Buchmesse vom 17. bis zum 21.März

Vom 17. bis zum 21. März erwartet die Leipziger Buchmesse einmal mehr ihre Besucher. Sie ist nicht nur deutlich älter als die Frankfurter Buchmesse, sie ist auch deutlich schöner - zumindest für den Leser. Nicht nur mit “Leipzig liest” gibt es ein buntes Rahmenprogramm rund um die herrlichste Sache der Welt: die Sprache.

Wo in Frankfurt das Lizenzgeschäft boomt und der Leser eher am Rande steht, ist er in Leipzig Mittelpunkt. Das hat seine Vor- und Nachteile. Manche Verlage haben kleinere Stände als in Frankfurt oder bleiben gänzlich fern. Leider, denn als reine Publikumsmesse bietet Leipzig etwas, das Verlagen und Autoren nur gut tun kann: den Kontakt zum Leser, der in Frankfurt vor lauter “Geschäfte machen” oft verloren geht.

Wenngleich noch immer nicht ausgelastet, hat die Leipziger Messe in diesem Jahr an Größe zugelegt. Neben der Antiquariatsmeile, die das bibliophile Herz jedes Jahr erneut höher schlagen und gähnende Leere im Geldbeutel zurückläßt, ist auch die Architektur des Messegeländes immer wieder eine Reise wert - ganz zu schweigen von der ausgesuchten Freundlichkeit des Messepersonals.

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Seit diesem Jahr hat Leipzig zudem seinen eigenen Buchpreis. Die gesamt mit 45.000 Euro dotierte Auszeichnung ging an in der Kategorie Belletristik an Terézia Mora für “Alle Tage” (Luchterhand), in der Kategorie Sachbuch/ Essayistik an Rüdiger Safranski für “Schiller oder Die Erfindung des deutschen Idealismus” (Hanser) und in der Kategorie Übersetzung an Thomas Eichhorn für seine Übersetzung von Les Murray “Fredy Neptune” (Ammann).

Auch Spiel und Comic finden ihren Platz in Halle 2, wobei Anime und Manga dominieren. Hier, in Halle 2, sind auch die Rollenspiele zu finden. Für den Liverollenspieler ein ungewohntes Bild sind die Scharen kostümierter Besucher, die zu 85 % aus dem Comic-Bereich stammen.

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Wie in jedem Jahr gilt: Ein Besuch am Donnerstag und Freitag ist die klügere Wahl: Am Wochenende ist es sehr, sehr voll.

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Messeneuheit bei FanPro (der sich in diesem Jahr an einem Gemeinschaftsstand mit Perry Rhodan präsentierte) war Angroschs Kinder, und der Band stieß auf reges Interesse bei den Besuchern. Hier hielten Lektorin Catherine Beck und Shadowrun-Autorin Maike Hallmann eisern die Stellung.

Mein Lieblingshobby (keine Widmung ohne Gegenwidmung ;) bescherte mir in Leipzig eine besonders schöne solche, die ich an dieser Stelle mit Freuden an alle anderen Autoren und Redakteure des Schwarzen Auges weitergeben möchte:

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Danke, Martin. Wir geben uns Mühe :)

Momo Evers am 19.03.2005 um 09:40 Uhr
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