Twitter - Das Leben in 140 Zeichen

Twitter ist eine Mikroblogging-Plattform. Unzählige Menschen aus aller Herren Länder tummeln sich dort, nachtaus, tagein. Geben sich Nicknames und adressieren ihre Nachrichten entweder an alle, die diese abonniert haben (die so genannten “Follower”), an Einzelne und nur für deren Augen bestimmt (so genannte Direct Messages, zum Beispiel d botenstoff: Danke!) oder an ganz bestimmte Adressaten mittels des “@”-Symbols, wobei die Nachricht für aber weiterhin öffentlich einsehbar bleibt (zum Beispiel: @botenstoff: Danke!). Erzählen aus ihrem Leben, geben Tipps, Fragen, senden, wie es besagte @botenstoff (Carola Heine) so schön beschrieben hat, “Signale ins organische Web”. Die Herausforderung: Eine Nachricht, ein so genannter “Tweet” darf nicht länger sein als 140 Zeichen. Was zu besonderen “Twitterismen” geführt hat - etwa den Hashtags (#), mit denen ein Tweet einen Bezug zu einem anderen herstellt oder die gepostete Nachricht in einen größeren Kontextzusammenhang setzt (Etwa: @botenstoff: Unbedingt empfehlenswert! #IPhone). Oder eben zu der Tatsache, dass, wer über einen Twitterer spricht, das @-Symbol davor setzt und so zeigt, dass dies ein Twittername ist, dessen Tweets man abonnieren, dem man “folgen” kann.

Anders und in eben diesen 140 Zeichen gesagt ist Twitter für mich (@buchmamsell): Herausforderung mit Buchstabenbegrenzung, Multi-Channel-Chatten mit Blog-Charakter, der kleine Schwatz zwischendurch, ein Netzwerk für alle.

Wie Twitter funktioniert und wie es mannigfaltig genutzt werden kann - als Großraumbüro, Netzwerk-Tool, Marketing-Instrument oder privates Chat-Portal mit der Welt - ist auf etlichen Seiten im Netz trefflich beschrieben, so etwa bei “Mit 140 Zeichen”, dem Blog zum gleichnamigen Buch von Nicole Simon (@nicolesimon), Nikolaus Bernhardt (@nik_bernhardt) und Bastian Scherbeck (@thehartworker), bei PR-Blogger Klaus Eck oder bei dem Experten für “Werbung mit kleinem Budget”, Bernd Röthlingshöfer (hier etwa mit einer wachsenden Liste über twitternde Autoren) - ebenso darüber, wie man Twitter verwalten und welche Programme dabei helfen können.

Die Zwitscherei (to twitter - zwitschern, schnattern) ist ein flüchtiges Medium, aber manchmal finden sich echte Perlen unter den Tweets. Diese Seite sammelt einige von ihnen. Seit Mitte Juni 2009, langsam aber stetig. Und nennt als Urheber der jeweiligen Zitate stets den Twitter-Namen. Die Timelines (also alle Einträge dieser Twitterer) können Sie einsehen, in dem Sie die URL http://www.twitter.com in Ihren Browser eingeben und dann - hinter einem Slash - den entsprechenden Twitter-Namen (zum Beispiel: http://twitter.com/Luca für den österreichischen “Blogger, Sprachspieler und Webdesigner” Luca Hammer). Manche Twitter-Profile hingegen sind nur einer eingeschränkten Personengruppe zugängig. Lesende müssen erst von dem Schreibenden als Follower genehmigt werden, um die Timeline einzusehen (so etwa bei dem Züricher “Dichter, Trommler und Blogger” http://twitter.com/nachtdenker).

Viel Spaß beim Stöbern im Tweet-Zitatschatz des Alltags. Und wenn Sie einen Tweet ganz besonders ins Herz geschlossen haben - schicken Sie ihn uns gern an .