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    <title>Pietätsportal</title>
    <link>http://www.kleine-inseln.de/trauer.php/sterben/index</link>
    <description></description>
    <dc:language>de</dc:language>
    <dc:rights>Copyright 2008</dc:rights>
    <dc:date>2008-03-19T02:51:43+00:00</dc:date>
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    <item>
      <title>Wo bleibt die Maus? (Mark Benecke, Lisa Fuss), ab vier Jahren</title>
      <link>http://www.haus&#45;der&#45;sprache.de/lektor.php/sterben/texte/wo&#45;bleibt&#45;die&#45;maus&#45;mark&#45;benecke&#45;lisa&#45;fuss&#45;ab&#45;vier&#45;jahren</link>
      <description>Sterben, Trauer, Tod ... ein Sachbuch für Kinder ... Was passiert nach dem Tod mit dem Körper der Maus? ... Rat und Hilfe auf kleine&#45;inseln.de</description>
      <dc:subject>Lesetipps, Belletristik, für Kinder, Sachbuch, rund um das Sterben,</dc:subject>
      <content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.haus-der-sprache.de/images/uploads/Wo_bleibt_Maus.jpg" border="0" alt="Cover von Wo bleibt die Maus, realistische Maus auf weißem Hintergrund schaut nach links, darüber im Text eine Fliege" hspace="5"  width="250" height="250" align='left'/><b><span style="color:#B000000;">Wenn man eine tote Maus findet, kann man sie begraben. Aber was geschieht, wenn man das nicht tut? Bleibt die Maus da einfach so liegen? Was passiert mit ihr, wenn sie gestorben ist?</span></b><br />
<br /><br />
Die Beine in die Höhe gestreckt, so liegt sie auf dem Rücken, die tote Maus. Dieses Bild ist vielen geläufig ? sogar den Kindern. Immer mal wieder kann man sie finden, auf Feldwegen, am Straßenrand, irgendwo im Wald ? ein kleines totes Mäuslein. Mal grau, oft braun ? wie die im Buch.<br />
Was passiert, wenn niemand sie beerdigt ? das zeigen Kriminalbiologe Benecke und Theatermalerin Fuss auf ebenso einfache wie eindrucksvolle Weise. Mit wenigen, aber klaren und überaus einleuchtenden Sätzen und unzweideutigen, aber dennoch keinesfalls erschreckenden Bildern verdeutlichen sie die unterschiedlichen Stadien der Verwesung.<br />
Erst kommen die grünen Fliegen, die ihre Eier an ?weichen Stellen ohne Fell? ablegen. Aus den Eiern schlüpfen die zahnlosen Maden, die alles fressen, was weich genug für sie ist. Sind sie satt und ist nichts mehr da, kriechen sie weg, verpuppen sich und werden zu neuen Fliegen. Nach den Maden kommen unterschiedliche Käfer mit unterschiedlichen Vorlieben, die am Ende nur noch das Skelett übrig lassen.<br />
Fertig.<br />
Und mit der nächsten toten Maus geht das Ganze von vorn wieder los.</p>

<p>Wer nun denkt, dass der ?Madendoc? sich eines für Kinder ungeeigneten Themas angenommen hat, der irrt. Gerade kleinere Kinder interessieren sich sehr für den wissenschaftlichen Aspekt der Vergänglichkeit ? ganz ohne den Ekel, der viele Erwachsene schon beim Gedanken daran befällt.<br />
Einen nicht ganz unwesentlichen Teil an der kindgerechten Aufbereitung des Themas haben natürlich auch die Bilder ? sehr klar, sehr gegenständlich, mit wenigen Objekten auf jeder Seite.<br />
Und schließlich: Ob und inwieweit beim (gemeinsamen) Lesen darauf hingewiesen wird, dass auch andere tote Körper demselben Prozess unterworfen sind, nun, das bleibt dem jeweiligen Vorleser überlassen.<br />
Alles in allem also ein empfehlenswertes, wenn auch sicher nicht bei allen unumstrittenes Buch zu einem wichtigen Thema.<br />
<i>[mip]</i><br />
Mark Benecke, Lisa Fuss: <b><span style="color:#B000000;">Wo bleibt die Maus - Vom Kreislauf des Lebens</span></b>, Sauerländer gebunden, Düsseldorf 2008, ISBN 978-3794151745, 32 Seiten, ? 12,90, <b><span style="color:#B000000;">ab vier Jahren</span></b></p>



<p>&nbsp;</p>]]></content:encoded>
      <dc:date>2008-05-17T14:59:01+00:00</dc:date>
    </item>

    <item>
      <title>Der Abschiedsbrief von Opa Maus (Jeanette Randerath, Daniela Chudzinski, ab vier Jahren)</title>
      <link>http://www.haus&#45;der&#45;sprache.de/lektor.php/sterben/texte/der&#45;abschiedsbrief&#45;von&#45;opa&#45;maus&#45;jeanette&#45;randerath&#45;daniela&#45;chudzinski&#45;ab&#45;vi</link>
      <description>Kinder und Tod ... wenn Opa oder Oma sterben ... Halt geben ... über den Tod sprechen ... wie Eltern ihre Kinder unterstützen können ... Rat und Hilfe auf kleine&#45;inseln.de</description>
      <dc:subject>Lesetipps, Belletristik, für Kinder,</dc:subject>
      <content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.haus-der-sprache.de/images/uploads/Opa_Maus.jpg" border="0" alt="Cover von Opa Maus, Mauswjunge sitzt in einem Kornfeld und liest einen Brief, gezeichnet" hspace="5"  width="250" height="250"align='left' /><span style="color:#B000000;"><b>Opa ist gestorben. Was das bedeutet, weiß Berti eigentlich nicht. Nur, dass es ihn sehr, sehr traurig macht. <br />
Doch Opa hat Berti einen Brief hinterlassen. Zunächst versteht Berti Opas Worte nicht wirklich. Aber mit der Zeit begreift er, was Opa ihm sagen wollte. Und das tröstet Berti über seinen Schmerz hinweg.</b></span></p>

<p>Am Anfang steht der Tod ? und die Beerdigung von Opa Maus.<br />
Ein Geschenk hat er dem Enkel hinterlassen und ein Schreiben, in dem er erklärt, dass er jedem in der Familie etwas mitgegeben hat, etwas, wodurch er weiterlebt, auch wenn er selbst nicht mehr da ist. Und nach und nach findet der kleine Mäusejunge heraus, worum es sich dabei handelt: Es geht um äußerliche Merkmale, um Eigenschaften, Talente, Vorlieben und Zukunftspläne. Und darum, dass niemand vergessen ist, an den man sich aktiv erinnert und dessen Arbeit man fortführt.<br />
<br /><br />
Die doppelseitigen, farbenfrohen Illustrationen von Daniela Chudzinski lassen jedes Mitglied der Mäusefamilie so richtig lebendig werden: Den Buben Berti in seinen Fußballklamotten, Oma mit dem Kneifer, die Mutter mit der Blüte am Ohr ... Die Texte sind einfach gehalten und darum gerade auch für die Allerkleinsten selbsterklärend. Die Trauer der Hinterbliebenen ist greifbar und doch überlagert sie nicht alles ? vor allem nicht das Vermächtnis des Großvaters. So schön und lebendig ist das ganze Buch, dass der Leser sich am liebsten dazusetzen möchte, wenn Berti mitten im Sonnenblumenfeld Opas Brief liest. Und man möchte jedem kleinen (und großen) Berti einen Opa wünschen, der ihm solch einen Brief hinterlässt ? damit nicht der Tod im Vordergrund steht, sondern die Erinnerung und das Weiterleben.<br />
<i>[mic]</i><br />
<br /><br />
Jeanette Randerath, Daniela Chudzinski: <b><span style="color:#B000000;">Der Abschiedsbrief von Opa Maus</span></b>, Thienemann gebunden, Stuttgart 2007, ISBN 978-3522435222, 32 Seiten, ? 12,90 <b><span style="color:#B000000;">(ab 4)</span></b></p>]]></content:encoded>
      <dc:date>2008-05-05T10:45:01+00:00</dc:date>
    </item>

    <item>
      <title>Mama ist gegangen (Christoph Hein), ab 10 Jahren</title>
      <link>http://www.haus&#45;der&#45;sprache.de/lektor.php/sterben/texte/mama&#45;ist&#45;gegangen&#45;christoph&#45;hein&#45;ab&#45;10&#45;jahren</link>
      <description>Tod der Mutter ... Hilfe für Kinder ... Sterben ... Trauer ... neue Wege finden nach dem Tod der Mutter ... Hilfe finden bei kleine&#45;inseln.de ... pietätsportal ...Christoph Hein</description>
      <dc:subject>Lesetipps, Belletristik, für Jugendliche,</dc:subject>
      <content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.haus-der-sprache.de/images/uploads/Hein_Mamaistgegengen.jpg" border="0" alt="Cover Hein Mama ist gegangen, Kinderzeichnung eines Hauses mit Baum und Vogel, sehr klar und nüchtern und bunt und eindringlich" hspace="5"  width="150" height="250" align='left'/> <b><span style="color:#B000000;">Ulla ist Vaters Liebling. Trotzdem liebt sie ihre Mama, eine Regisseurin, ungefähr einen Zentimeter mehr als Papa. Ohne all das könnte Ulla nicht leben. Niemals. <br />
Doch dann wird ihre schöne Mama, die so gerne lacht, krank. Kurz darauf stirbt sie. Für alle beginnt eine schwere Zeit. Christoph Hein erzählt, wie Ulla, die Brüder und ihr Vater ein neues Leben, ohne Mama, beginnen müssen.</span></b><br />
<br /><br />
&#8220;Den eig?nen Tod, den stirbt man nur, mit dem der anderen muss man leben&#8221;, so die Dichterin <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Mascha_Kaleko" title="Mascha Kaleko">Mascha Kaleko</a> (1907-1975). Ganz genau so geht es auch Ulla, ihrem Vater und den beiden großen Brüdern. Wenn im ersten Kapitel die Familie beschrieben wird dann geht dem Leser das Herz auf und er meint sie alle zu kennen: Karel, der nicht mehr Karl heißen will und Meyers Konversationslexikon auswendig kann; Paul, der immer einen schlauen Spruch und eine aberwitzige Erklärung auf Lager hat; Papa, der bildhauert und mit dem Hund spricht; sowie Mama, die Regisseurin mit den vielen vielen Freunden und dem ansteckenden Lachen. <br />
Doch dann wird Mama krank - und stirbt.</p>

<p>Was danach kommt, darüber spricht der gebürtige Schlesier Hein in ebenso einfühlsamen wie einfachen Worten. Über die Trauer schreibt er und das abverlangte und ungewollte Mitleid der anderen, die stets immer und immer nur über die Tote reden wollen. Über das Grab und was es bedeutet, einen Ort der Erinnerung zu haben. Und es wird oft klar, dass es verdammt schwer und traurig ist, ohne Mama weitermachen zu müssen, auch für die Größeren, nicht nur für Ulla, die Zehnjährige. Neue Frauen kommen ins Haus, alte Urlaubsziele werden verworfen, jemand verliebt sich und eine ganz besondere Statue entsteht ? Hein macht keine großen Worte ? sein Erzählstil ist unaufgeregt, nie beiläufig, aber doch ohne die Effekthascherei dramatisch-überhöhter Emotionen. Dennoch wird sehr deutlich, welch langer Weg vor einer Familie liegt, die plötzlich eines wichtigen Mitglieds beraubt ist. Manchmal geht es besser, dann gibt es Momente, in denen der Schmerz überwältigend ist. Doch irgendwie geht alles weiter, und vielleicht stimmt es ja doch: ?Sie ist nur vorausgegangen und wir werden ihr irgendwann folgen.?</p>

<p><i>[mic]</i></p>

<p><b><span style="color:#B000000;">Christoph Hein: Mama ist gegangen</span></b>, Beltz TB, ISBN 3-407-78678-6, 145 Seiten, <br />
5,90 Euro, <b><span style="color:#B000000;">ab 10 Jahren</span><br />
</b></p>

]]></content:encoded>
      <dc:date>2008-04-17T21:58:00+00:00</dc:date>
    </item>

    <item>
      <title>Vier Pfoten am Himmel (Annette Langen, Antje Bohnstedt , Kinder ab 5)</title>
      <link>http://www.haus&#45;der&#45;sprache.de/lektor.php/sterben/texte/vier&#45;pfoten&#45;am&#45;himmel&#45;annette&#45;langen&#45;antje&#45;bohnstedt&#45;kinder&#45;ab&#45;5</link>
      <description>Tod ... Haustier stirbt ... Kind ist verzweifelt ... Trost, Rat und Unterstützung ... bei kleine&#45;inseln.de</description>
      <dc:subject>Lesetipps, Belletristik, für Kinder,</dc:subject>
      <content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.haus-der-sprache.de/images/uploads/Vier_Pfoten_am_himmel.jpg" border="0" alt="Cover Vier Pfoten am Himmel, Kind und Hund sitzen gezeichnet auf einer Wiese und schauen in den Himmel, einem steigenden Drachen hinterher " hspace="5"  width="163" height="250" align='left'/> <span style="color:#B000000;">Emma und die zottelige Hündin Fee sind die besten Freundinnen. Sie teilen fast alles: Die Angst vor Gewittern und die Begeisterung für das Meer, für frischgebackene Waffeln und In-die-Wolken-Gucken. Zusammen erleben sie wilde und ruhige Stunden, doch im Herbst wird Fee immer müder und kraftloser. Schließlich stirbt die Hündin und Emma muss von ihrer Freundin für immer Abschied nehmen. </span><br />
<br /><br />
So ein Haustier wie Kindergartenkind Emma es hat, wäre wohl der Traum eines jeden kleinen Mädchen oder Jungen: Ein Hund zum lieb haben, zum herumtollen, zum Beschützt werden vor den Rüpeln auf dem Spielplatz ...<br />
Doch gerade weil die Zuneigung so groß ist, ist der Schmerz beim Tod des Tieres auch überwältigend. Da wird nichts schöngeredet ? Fee ist nicht mehr da und Emma muss ganz schrecklich weinen. Und ihre Eltern auch. Selbst die Illustration verliert jede Farbe: die Kuscheltiere, die Bilder an den Möbeln, das ganze Zimmer rund um die traurige Emma vermittelt eine trostlose Stimmung. Dann allerdings findet das Mädchen heraus aus seiner Trauer, indem es eine Erinnerungskiste zusammenstellt. Am Ende steht die Botschaft: Wenn du an jemanden denkst, der nicht mehr da ist, dann ist es fast so, als ob er ein bisschen bei dir wäre.<br />
<br /><br />
Die gemeinsam verbrachte Zeit von Kind und Hund nimmt viel Raum ein in diesem Buch ? und ist wohl auch das, was die kleinen Leser (so sie denn selbst ein Haustier haben) am besten nachvollziehen können. Gut eingefangen ? in Wort und Bild ? ist der Moment, an dem die Mutter ihrer Tochter die schlimme Erkenntnis nicht ersparen kann, dass jedes Leben ein Ende hat, auch das des geliebten Hundes. So gern würde man (wie die beiden es auf dieser Zeichnung tun) die Augen ganz fest zumachen und hoffen, dass das Schreckliche dadurch weniger wahr wäre.<br />
<br /><br />
Ein Buch, das sich mit einer konkreten Trauersituation befasst, wie sie viele Kinder erleben (müssen). Ein Patentrezept zur Bewältigung dieses großen Kummers bietet es nicht an ? und das ist auch gut so. Doch wird ganz deutlich: Nach düsteren Tagen scheint auch wieder die Sonne ? und die gemeinsame Zeit mit einem Freund kann einem niemand nehmen, auch die endgültige Trennung durch den Tod nicht.<br />
<i><br />
[mic]</i><br />
<br /><br />
<b>Annette Langen, Antje Bohnstedt: Vier Pfoten am Himmel</b>, Herder gebunden, Freiburg, 2008, ISBN 978-3451296413, 28 Seiten, ? 12,90 <b>(ab fünf Jahren)</b></p>

]]></content:encoded>
      <dc:date>2008-04-16T00:17:01+00:00</dc:date>
    </item>

    <item>
      <title>Bevor ich sterbe (Jenny Downham, Astrid Arz), ab 16 Jahren</title>
      <link>http://www.haus&#45;der&#45;sprache.de/lektor.php/sterben/texte/bevor&#45;ich&#45;sterbe&#45;jenny&#45;downham&#45;astrid&#45;arz&#45;ab&#45;16&#45;jahren</link>
      <description>Tessa hat Leukämie und findet und lebt ihre erste Liebe ... Sterben, Pubertät, Liebe ... Rat und Hilfe bei kleine&#45;inseln.de</description>
      <dc:subject>Lesetipps, Belletristik, für Jugendliche,</dc:subject>
      <content:encoded><![CDATA[<p></b><img src="http://www.haus-der-sprache.de/images/uploads/Bevor_ich_sterbe.jpg" border="0" alt="Titelbild Bevor ich sterbe, Zeichnung von blondem Mädchen in weißem Kleid am windumtosten Strand vor aufgewühltem Meer" hspace="5"  width="250" height="250" align='left'/> <b><span style="color:#B000000;">Die Ärzte machen der 16-jährigen Tessa wenig Hoffnung. Der lange Kampf gegen die Leukämie scheint verloren. Doch bevor sie stirbt, will sie leben. Auf einer Liste notiert sie zehn Dinge, die sie tun will. Nummer eins ist Sex. Gleich heute Abend. Aber es ist nicht immer so einfach zu bekommen, was man will. Und Tessa macht es weder sich noch ihrer Familie leicht. <br />
Als plötzlich Adam in ihr Leben tritt, wird vieles anders. Wie geht man miteinander um, wenn der Tod immer dabei ist? Und darf man Liebe einfordern, wenn man stirbt? <br />
Tessa tut es.</span></b><br />
<br /><br />
<i>3.15 bis 3.19: Sex.<br />
Das erste Mal im Leben.<br />
Mit einem bis dahin wildfremden Jungen.<br />
Der Himmels ist dabei nicht untergegangen, aber es war irgendwie schon okay</i> ?Tessa Scott ist sich nicht sicher, ob sie glücklich ist. Was sie jedoch weiß: Der erste Punkt ist erledigt. Der erste Punkt der Liste jener Dinge, die das Mädchen vor seinem Tod noch erlebt haben möchte.<br />
Vier Jahre ist es schon her, dass ihre Mutter die Familie verließ ? und fast vier Jahre lebt die jetzt 16jährige schon mit einer Diagnose, die den stärksten Mann umhauen würde: Leukämie. Vier Jahre mit Hoffen und Bangen und einem Alltag, der alles andere als alltäglich ist: Immer wieder Krankenhausaufenthalte, immer wieder grauenvolle Schmerzen (etwa bei der Lumbalpunktion), immer wieder der Versuch, sich so gut als möglich wegzubeamen, gedanklich auszuklinken.<br />
Das Sterben geht nicht schnell ? es ist angekündigt. Für den allein erziehenden Vater, den kleinen Bruder, die Mutter, die anderswo wohnt ist das genauso schlimm wie für Tessa, die im Bett liegt und nie wieder aufstehen möchte. So oft haben alle schon das Internet leergelesen und immer wieder gegen jede Vernunft gehofft, neue Erkenntnisse zu finden ? und nun ist klar, dass alles nichts hilft.<br />
Wut mischt sich mit Trauer, Tessa begehrt auf, will sich nicht zusammenreißen, nicht mehr positiv denken, nicht in die Schule zurückkehren, um dort Leute kennenzulernen, die dann bei ihrer Beerdigung betroffen sein können.<br />
<br /><br />
Aber dann trifft sie Adam und macht mit ihrem alten Leben und dem Leiden Schluss. Ohne Skrupel verbrennt sie ihre Tagebücher, die Karten mit Genesungswünschen und die Fotos von früher. Zutiefst berührt begleitet der Leser die Ich-Erzählerin durch die 46 Kapitel dieses gleichzeitig unendlich traurigen und dann doch wieder gnadenlos komischen und frechen Buches.<br />
Wie schwer muss es sein, sich hauptsächlich an Orten aufzuhalten, an denen es von anderen Todkranken wimmelt? Man freundet sich an und dann sterben sie einfach weg? Wie erdrückend muss er sein, der Gedanken an all die ?niemals?... ? studieren, Auto fahren, den Bruder aufwachsen sehen, ein Haus, eine Familie, Kinder, einen Beruf haben ... alles bleibt ihr verwehrt.<br />
Doch der Teenager lässt sich nicht erdrücken und tut die aberwitzigsten Dinge, auf die man erst einmal kommen muss: Einen Tag zu allem ?ja? sagen ? egal, ob man Lust dazu hat und wie absurd das Verlangte auch sein mag. Drogen nehmen, Gesetze brechen, alte Erinnerungen wieder aufleben lassen, an neue Orte fahren, mit der besten Freundin streiten&#8230; Wäre die Situation keine so tragische, man könnte sich ausschütten vor Lachen über das, was Tessa tut, die ja keine Angst mehr vor den Konsequenzen haben muss.<br />
<br /><br />
?Das Leben ist eine Abfolge einzelner Momente, aus denen sich die Reise ans Ende zusammensetzt.?, und an eben diesen Augenblicken darf der Leser teilnehmen.<br />
Ebenso wie an den Begegnungen mit den Menschen, die Tessa am wichtigsten sind.<br />
Der Vater, der alles für sein kleines Mädchen getan, seine Arbeit, seine Freunde aufgegeben, stundenlang in Krankenhäusern herumgesessen und sich mit ungeliebten Sportarten beschäftigt hat, nur für sie. Cal, der bis zuletzt Normalität ins Leben seiner großen Schwester bringt und es scheiße findet, dass sie sterben muss. Die Mutter, die während der gesamten Krankheit nicht präsent war, keine einzige Untersuchung miterlebt hat und doch, als es wirklich darauf ankommt, helfend zur Seite steht. Und Adam, dessen Liebe so unendlich groß ist und echt, dass sie für mehr als ein Menschenleben reicht. So tief sind seine Gefühle, so überwältigend ist das, was er tut, dass man schon beim Lesen nur noch weinen möchte und Sehnsucht empfindet, selbst einmal so etwas erleben zu dürfen.<br />
<br /><br />
Ein Buch, das unter die Haut geht.<br />
Und den Leser mitten ins Mark trifft.</p>

<p><i>[mic]</i><br />
<br /><br />
<b><span style="color:#B000000;">Jenny Downham: Bevor ich sterbe</span></b> (Before I die), Aus dem Englischen von Astrid Arz, <br />
C. Bertelsmann gebunden, München 2008, ISBN 978-3-570-01004-4, 320 Seiten, ? 17,95, <b><span style="color:#B000000;">ab 16 Jahren</span></b></p>

]]></content:encoded>
      <dc:date>2008-04-14T21:50:00+00:00</dc:date>
    </item>

    <item>
      <title>Ente, Tod und Tulpe (Wolf Erlbruch), ab 5 Jahren</title>
      <link>http://www.haus&#45;der&#45;sprache.de/lektor.php/sterben/texte/ente&#45;tod&#45;und&#45;tulpe&#45;wolf&#45;erlbruch&#45;ab&#45;5&#45;jahren</link>
      <description>Kinder und Tod ... Buch ... Ente, Tod und Tulpe ... zauberhaft schön ... Hilfe finden ... Trauer ... kleine&#45;inseln.de</description>
      <dc:subject>Lesetipps, Belletristik, für Kinder,</dc:subject>
      <content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.haus-der-sprache.de/images/uploads/Ente_Tod_Tulpe.jpg" border="0" alt="Cover Ente, Tod und Tulpe Lang gestreckt gezechnete Ente reckt Schnabel in die Luft" hspace="5"  width="250" height="250" align='left'/> <b><span style="color:#B000000;">Schon länger hatte die Ente so ein Gefühl. »Wer bist du ? und was schleichst du hinter mir her?« »Schön, dass du mich endlich bemerkst«, sagte der Tod. »Ich bin der Tod.« Die Ente erschrak. Das konnte man ihr nicht übel nehmen. »Und jetzt kommst du mich holen?« »Ich bin schon in deiner Nähe, so lange du lebst ? nur für den Fall.« »Für den Fall?« fragte die Ente. »Na, falls dir etwas zustößt. Ein schlimmer Schnupfen, ein Unfall, man weiß nie.«</span></b><br />
<br /><br />
Die Ente hat einen laaaaaaangen Hals ? der Tod, ein freundlicher Schädel, trägt einen hochgeschlossenen beige-karierten Mantel, der fast ein wenig an einen Schlafrock erinnert, und ein Paar dunkle Pantoffeln und Handschuhe. Außerdem hat er stets eine schwarze Tulpe dabei.<br />
<br /><br />
Als sich die beiden kennenlernen, ist es für die Ente zunächst ein Schock ? doch nach und nach gewöhnt sie sich an den kauzigen Kerl und seine Gesellschaft. Damit er sich nach dem Baden im Tümpel nicht erkältet, wärmt sie ihn sogar mit ihren breiten Flügeln.<br />
In tiefgründigen und doch humorvollen Dialogen kommen sich die beiden näher ? und immer wieder stellt die Ente Betrachtungen und Mutmaßungen an über das Sterben und alles was damit zusammenhängt. Doch wirklich eindeutige Antworten auf ihre Fragen hat der Tod nur selten.<br />
<br /><br />
Eines Tages dann ist es so weit: Die Ente ist gestorben und der Tod schickt sie ganz behutsam auf ihre letzte Reise ? nicht ohne ihr die Rose zur Begleitung mitzugeben ...<br />
Fast ist er selbst ein wenig betrübt. Aber nur fast. Denn so ist das Leben ...<br />
<br /><br />
Selten wurde das Thema Tod auf so poetische Weise und mit so minimalistischen Mitteln aufbereitet wie in diesem brillanten Bilder-Buch, das auch Erwachsene nachhaltig beeindruckt.<br />
Zeichnungen und Text ergänzen sich perfekt ? kein Wunder, stammen sie doch beide vom vielfach preisgekrönten Autor-Illustrator-Universitätsprofessor.<br />
<br /><br />
Dass man den Tod nicht fürchten muss, das nimmt dem Wuppertaler jeder sofort ab. Und dass er manchmal schon lange Zeit vor dem tatsächlichen Ende ein Stück Weg gemeinsam mit dem geht, um den er sich dann als allerletzter kümmert, bevor der lange, unendliche Fluss den toten Körper davonträgt.<br />
Dieser Tod ?holt? keinen ? er ist im richtigen Moment zur Stelle, dann, wenn die Zeit gekommen ist.<br />
Ihn muss man nicht fürchten, auch wenn er gern mal ein paar lästerliche Reden führt. Stattdessen glättet er am Schluss mit sanfter Hand das gesträubte Gefieder und auch als Leser fühlt man: So wie es ist, ist es gut.</p>

<p>Ein wunderbares Buch ? traurig und trostreich zugleich.<br />
<br /><br />
[mic]</p>

<p><b>Wolf Erlbruch: Ente, Tod und Tulpe</b>, Kunstmann gebunden<br />
München 2007, ISBN 978-3888974618, 32 Seiten, ? 14,90,<span style="color:#B000000;"> <b>ab fünf Jahren</b></span></p>

]]></content:encoded>
      <dc:date>2008-04-14T03:38:00+00:00</dc:date>
    </item>

    <item>
      <title>Orangen für Opa (Natali Fortier, Francoise Legendre, ab 4 Jahren)</title>
      <link>http://www.haus&#45;der&#45;sprache.de/lektor.php/sterben/texte/orangen&#45;fuer&#45;opa&#45;natali&#45;fortier&#45;francoise&#45;legendre&#45;ab&#45;4&#45;jahren</link>
      <description>Tod des Großvaters .. Kinder und Tod ... Orangen für Opa von Natali Fortier ... Buch ... Trauer, Sterben, Tod ... Rat und Hilfe bei kleine&#45;inseln.de</description>
      <dc:subject>Lesetipps, Belletristik, für Kinder,</dc:subject>
      <content:encoded><![CDATA[<p><b><span style="color:#B000000;">Jeden Morgen wird Petra von ihrem Opa auf besondere Weise geweckt. Schon in der Frühe hat er eine besonders schöne Orange für Petra ausgesucht. Er schält sie, zerteilt sie in Stücke und setzt sich zu ihr ans Bett. Und erst nachdem sie diesen &#8220;Bissen von der Sonne&#8221; genommen hat, steht sie auf. <br />
Der Großvater begleitet sie ein Stück zur Schule und erwartet sie am Nachmittag auf dem kleinen Platz, im Schatten eines Olivenbaums. Jeden Tag. Doch eines Tages sitzt er nicht wie gewohnt auf der Bank. Er ist sehr krank. Und jetzt ist es Petra, die ihm ein Stück von den zuckersüßen und duftenden Orangen gibt.</span></b></p>

<p>Die Geschichte mit den prachtvollen Illustrationen von Francoise Legendre spielt in Andalusien. Dort, wo auf flachen Hausdächern lustig Wäsche flattert und gebückte, alte Männer mit Stock gemächlich durch gepflasterte Strassen schlendern. An einem Ort, an dem Orangen, die wie Honig schmecken und nach Sonne duften, auf nahe gelegenen Feldern wachsen.<br />
So viel Zärtlichkeit und Geborgenheit steckt schon in den ersten Seiten des Buches, auf denen der Großvater mit seinen runzligen Händen dem kleinen Mädchen die köstliche Frucht reicht, dass sich auch der Leser nichts Schöneres vorstellen kann, als eine solch kostbare Erfahrung machen zu dürfen. Unendlich viel Atmosphäre vermitteln die Zeichnungen, die streckenweise ganz für sich sprechen dürfen und dann ganz ohne Text auskommen. Und poetisch und anrührend ist es, wie erst der Großvater sich um seine Enkelin kümmert, sich die Situation dann aber, als er krank und schwach wird, umkehrt und sie ihn füttert. Sogar in seinen letzten Stunden, als er sonst nichts mehr zu sich nehmen kann, verbindet die Sonnenfrucht die beiden. Denn mit einem Lächeln lässt er sich mit einem Bissen von der Orange füttern und sagt: ?Ein kleines Stück von der Sonne! Bald steht sie oben am Himmel!?<br />
Dann stirbt der alte Mann.<br />
Doch damit ist die Geschichte nicht zu Ende: Denn Petra behält den Großvater nicht nur in ihrem Herzen, sondern bewahrt sich auch die Gewohnheit, die sie von ihm übernahm, nämlich morgens als erstes eine Orange zu essen. Und dabei sieht sie vor ihrem geistigen Auge jedes Mal eine Gestalt mit schwarzem Hut, die auf sie wartet.</p>

<p>Was in dieser Familie Großvaters Orangen, sind in unseren Breitengraden vielleicht Omas Bratäpfel oder Mutters Reibekuchen. Eine Frucht, ein Gericht, das viel mehr ist, als ein Lebensmittel: einzigartige Erinnerungen an eine Speisen geknüpft, die Zeit, Raum und auch den Tod überdauern.<br />
Wohl dem, der so etwas hat.<br />
<i>[mic]</i><br />
<br /><br />
<b><span style="color:#B000000;">Natali Fortier, Francoise Legendre: Orangen für Opa</span></b>, Aus dem Französischen von Rosemarie Griebel-Kruip, Sauerländer gebunden, Düsseldorf 2008, ISBN 978-3794151325, <br />
32 Seiten, ? 13,90, <b><span style="color:#B000000;">ab vier Jahren</span><br />
</b></p>]]></content:encoded>
      <dc:date>2008-04-01T11:27:00+00:00</dc:date>
    </item>

    <item>
      <title>Der salzige Kuss (Gerda van Erkel, ab 14 Jahren)</title>
      <link>http://www.haus&#45;der&#45;sprache.de/lektor.php/sterben/texte/der&#45;salzige&#45;kuss&#45;gerda&#45;van&#45;erkel&#45;ab&#45;14&#45;jahren</link>
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      <dc:subject>Lesetipps, Belletristik, für Jugendliche,</dc:subject>
      <content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.haus-der-sprache.de/images/uploads/dersalzigekuss.gif" border="0" alt="Bild" hspace="5"  width="160" height="245"  alt="Cover von Der salzige Kuss: Ein Metallbett mit weißem Bezug in einem leeren Raum" style="padding:1px; float:left;" /><span style="color:#000000;">Nienke leidet an einer aggressiven Form von Mukoviszidose, an der sie sterben wird. Trotzdem versucht sie, für den Moment zu leben, alles aus dem Leben herauszuholen. Kobe, 15, ist extrem übergewichtig und muss 50 Kilo abnehmen. Beide lernen sich in einem Sanatorium kennen - und lieben. Die Dritte im Bunde ist Steffi, ebenso wie Kobe stark übergewichtig und Zimmergenossin von Nienke ...</span></p>

<p><br />
Kobe: Ein dicker Junge, der mit seiner Mutter, die strikt gegen seine Beziehung mit einer Todgeweihten ist, nicht reden kann, sondern lieber isst.<br />
Nienke: Eine spindeldürre Siebzehnjährige mit Mukoviszidose, deren liebevolle Architekten-Eltern alles in ihrer Macht stehende tun, um die Tochter bei ihrem größten Wunsch zu unterstützen: Ihren 20. Geburtstag noch zu erleben.<br />
Und Steffi: Mutter und Bruder fett wie sie, die Schwester Bulimikerin, der Vater hat offene Beine ? und alle leben von der Stütze. Wenn es ganz schlimm kommt, hört sie Heavy Metal.</p>

<p>Der Ort, an dem sich diese Teenager Treffen ist eine Heim-Klinik am Meer mit Einheitskleidung für alle Zöglinge und der Bezeichnung ?Mama? und ?Papa? für alle Therapeuten, Erzieher, Ernährungsberater, Psychologen und Krankengymnasten.</p>

<p>Das Muko-Mädchen muss aufgrund der zahllosen Tabletten, die es bekommt, für zwei essen (Müsli, Toast und Pfefferkuchen um acht, zwei Schinkenbrote und Sojadessert um zehn ...), die Adipösen müssen hungern.<br />
Nienke ist beliebt, die anderen müssen sich ihren Platz in der zusammengewürfelten internationalen Gruppe erkämpfen ? vor allem Steffi, die keinerlei Rückhalt hat.<br />
Auch Kobe tut sich schwer: Den neuen Freund der Mutter mag er nicht wirklich, sein eigener Vater lebt nach dem Lustprinzip in den Tag hinein, kauft Beim besuch des Sohnes gedankenlos Pommes und Berliner und zeigt sich enttäuscht, wenn der Junge nicht mithält.</p>

<p>Doch sie alle wollen nicht aufgeben ? Nienke hat sich an die fünfstündige Prozedur gewöhnt, mit der sie täglich über einen Schlauch ihre Lunge reinigen muss, hat ihrer Krankheit einen Namen gegeben, nennt sie ?Cisse?, wie eine böse Schlange.<br />
Kobe hat die Liebe zu seiner Freundin stark gemacht.<br />
Und auch Steffi hat angefangen, sich nicht mehr für ihre Familie verantwortlich zu fühlen, sondern sich um sich selbst zu kümmern und sich auf eine Beziehung einzulassen.</p>

<p>?Nienke kann ihren Kampf nicht gewinnen, so sehr sie es auch möchte. Aber wer kann, hat keine Wahl, er muss.? wird zum Leitspruch für die anderen.</p>

<p>Es gibt kein Happy End ? und doch ist es eine unglaublich anrührende und auch Mut machende Liebesgeschichte, die die Antwerpenerin Gerda van Erkel hier vorlegt. Das Sanatorium, in dem die Story spielt, gibt es wirklich. Die Schriftstellerin und Psychotherapeutin hat dort geraume Zeit verbracht ? was sich in der Authentizität niederschlägt, mit der die drei Ich-Erzähler ihren Tagesablauf beschreiben.<br />
In der Schule ? in der Übergewichtige, Magersüchtige und Mukoviszidose-Kranke gemeinsam unterrichtet und therapiert werden ? geht es zu, wie in jedem Internat. Es bilden sich Cliquen, man spielt sich Streiche, einige haben Heimweh, andere verstoßen gegen die Regeln.<br />
Man spürt, auch als Leser, die Achterbahn der Gefühle ? die Scham, wenn andere Leute die Gruppe beim Spaziergang im Dorf anstarren, den Selbsthass, wenn die Waage wieder zwei Kilo mehr zeigt, die Aggressivität, wenn die strengen Regeln der Schule mit der emotionalen Verfassung eines ganz normalen Pubertisten kollidieren.</p>

<p>Aber über allem steht die zarte Liebe zwischen Nienke und Kobe, die allen Widrigkeiten zum Trotz wächst und gedeiht. So kostbar ist sie und so bedeutsam ? und jedem ist klar, dass längst nicht alle Menschen, und lebten sie auch noch so lange, einen solchen Schatz ihr eigen nennen können.</p>

<p>Wie die Protagonisten im Angesicht des Todes miteinander umgehen ? wie sie die Zähne zusammenbeißen und eine Stärke vorspiegeln, die sie längst nicht mehr besitzen und wie sie sich am Ende der Schwäche ergeben, das ist nicht nur zu Herzen gehend, sondern auch ungemein lehrreich.<br />
Und regt mit Sicherheit zum Nachdenken an ? über den eigenen Tod und/oder die Vergänglichkeit der anderen.</p>

<p>Ein wichtiges Buch, nicht nur für Jugendliche.<br />
[mip]</p>

<p><span style="color:#000000;">Gerda van Erkel: Der salzige Kuss</span> (Mijn zoute zoen)<br />
Deutsch von Mirjam Pressler, Rowohlt Taschenbuch,<br />
Hamburg, 2008, ISBN 978-3-499-21426-4, ? 8,95.<br />
<span style="color:#B34503;">ab 14 Jahre</span></p>

]]></content:encoded>
      <dc:date>2008-03-24T15:34:01+00:00</dc:date>
    </item>

    <item>
      <title>Als sie ging (Michael Baron, Edith Beleites, für Erwachsene)</title>
      <link>http://www.haus&#45;der&#45;sprache.de/lektor.php/sterben/texte/als&#45;sie&#45;ging&#45;michael&#45;baron&#45;edith&#45;beleites&#45;fuer&#45;erwachsene</link>
      <description></description>
      <dc:subject>Lesetipps, Belletristik, für Erwachsene,</dc:subject>
      <content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.haus-der-sprache.de/images/uploads/Als_sie_ging_Baron_Cover_Eichborn.jpg" border="0" alt="Cover Als sie ging von Michael Baron" hspace="5"  width="250" height="250" align_left"/></p>

<p><span style="color:#B34503;">Seit ihrer Schulzeit sind Gerry und Maureen ein Paar und auch nach 20 Jahren immer noch ineinander verliebt. Dass ihre 17-jährige Tochter Tanya in letzter Zeit ihre eigenen Wege geht, kann ihr Glück nicht trüben. Als Maureen ein zweites Kind bekommt, genießt Gerry seine späte Vaterschaft. Doch dann stirbt Maureen zwei Monate nach der Geburt des kleinen Reese, und für Gerry bricht eine Welt zusammen. Wie soll er ohne seine geliebte Frau weiterleben? Nur die Sorge um die Kinder hält ihn aufrecht und lässt ihn nicht völlig am Leben verzweifeln. Besonders sein kleiner Sohn wird für ihn zur Herausforderung, aber auch zum Partner in einer Welt, die ganz plötzlich nicht mehr dieselbe ist.</span><br />
<br /><br />
?Sie? ist die Tochter, die plötzlich weg ist. Rebellischer Teenager, auf und davon mit einem Typen der den Eltern (aus gutem Grund, wie es scheint) nicht genehm ist. Und unerreichbar ? wie vom Erdboden verschwunden.<br />
Als wäre das nicht genug, folgt ein noch schlimmerer, noch endgültigerer Abschied, denn ... ... ?Sie? ist auch die Ehefrau, die völlig unerwartet verstirbt ? kaum zwei Monate nach der Geburt des kleinen Nachzüglers.<br />
Wie der Vater und Witwer mit dieser Situation zurande kommt, wie er die Vergangenheit in Mails, Briefen und Gedanken lebendig werden lässt und ? für sich ? die Dialoge mit den Kindern aufrecht erhält (dem, mit dem er nicht sprechen kann und dem, das noch nicht mit ihm sprechen kann) das ist bewegend und anrührend und teilweise grenzenlos traurig, außerdem stellenweise witzig, nachdenklich und romantisch zugleich ? einfühlsam ? und mehr als lesenswert.<br />
[mip]<br />
<br /><br />
Michael Baron: Als sie ging (When she went away)<br />
Deutsch von Edith Beleites, Droemer-Knaur TB 2008 / Eichborn 2006,<br />
ISBN 978-3426636763, 400 Seiten, ? 8,95, für Erwachsene</p>

]]></content:encoded>
      <dc:date>2008-03-23T23:14:01+00:00</dc:date>
    </item>

    <item>
      <title>Wie ist das mit der Trauer? (Roland Kachler, Sandra Reckers, ab 8 Jahren)</title>
      <link>http://www.haus&#45;der&#45;sprache.de/lektor.php/sterben/texte/wie&#45;ist&#45;das&#45;mit&#45;der&#45;trauer&#45;roland&#45;kachler&#45;sandra&#45;reckers&#45;ab&#45;8&#45;jahren</link>
      <description></description>
      <dc:subject>Lesetipps, Belletristik, für Kinder,</dc:subject>
      <content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.haus-der-sprache.de/images/uploads/Wie_ist_das_mit_der_trauer_Cover.jpg" border="0" alt="Cover Wie ist das mit der Trauer?" hspace="5"  width="250" height="250" align="left"/></p>

<p><span style="color:#B34503;">Wenn jemand stirbt, den du sehr lieb hast, bist du traurig. Am liebsten würdest du weinen oder dich verkriechen, vielleicht bist du auch wütend.<br />
Den Kindern in den Geschichten geht es ganz ähnlich: Tim kann nicht glauben, dass sein Opa nie mehr mit ihm Fußball spielen wird, Luisa fühlt sich auf der Beerdigung ihrer Tante ganz seltsam, Benni weiß nicht, wie er es ohne seinen Vater aushalten soll, und Maxi fragt sich, ob sie ihren Bruder jemals wiedersehen wird.<br />
</span><br />
<br /><br />
&#8220;Der Tod ist der endgültigste Abschied überhaupt.&#8221; - Das ist der behutsame und doch sehr eindeutige Einstieg in ein schmerzliches und sehr persönliches Thema. <br />
Alles beginnt damit, dass Lena nach dem Opa fragt, den sie nie kennen gelernt hat, weil er schon starb, als die Mutter noch ein Kind war. Indem die Großmutter berichtet, wie sie diese Zeit erlebt hat und wie es ihr heute damit geht, vermittelt sie der Enkelin einige grundlegende Tatsachen im Zusammenhang mit dem Tod.<br />
In der zweiten Geschichte, in der es um Tims Großvater geht, der nach einem Sturz auf den Kopf stirbt, ist die kindliche Hauptperson schon direkter involviert: Von der Hiobsbotschaft am Telefon über die Verabschiedung im Krankenhaus (wo es merkwürdig riecht und der Arzt schwierige Worte gebraucht) bis hin zu den Formalitäten nach dem Tod ? alles kriegt der Junge hautnah mit.<br />
Die weiteren drei Geschichten (Luisa verliert ihre noch eher junge Tante, Bennis Vater erleidet einen tödlichen Herzinfarkt und Maxis Bruder Marc wird bei einem Verkehrsunfall getötet) beschäftigen sich jeweils mit unterschiedlichen Aspekten einer Trauersituation: Was fühlen Trauernde unmittelbar nach dem Tod ihres Angehörigen (ist es z.B. normal, vom Verstorbenen zu träumen oder ihn gar vor sich zu sehen? Ja, es ist nichts Ungewöhnliches!), wie läuft eine Beerdigung ab, wie geht es Menschen, die einen solchen Verlust erlitten haben, Monate später?<br />
Aufgelockert durch Infoblöcke (Wie trauert man? Welche Bestattungsarten gibt es? Was geschieht mit dem Körper, der Seele?) und nicht zu vergessen, die klaren, farbigen Bilder von Sandra Reckers, geht das Buch des 1955 geborenen Theologen, Pfarrers und Psychologen Kachler immer wieder in kindgerechten, aber nie verniedlichenden Worten auf die verschiedenen Stadien der Trauer (von Verdrängung bis hin zu Wut und Schuldgefühlen) und den Umgang damit ein.<br />
Durch seine Arbeit als Leiter der psychologischen Beratungsstelle des Kirchenbezirks Esslingen ist Kachler das ?Kinder und Trauer? sehr vertraut ? wohl darum gelingt es ihm so gut, sich in die Gedankenwelt, Fragen und Sprache der Kinder und Jugendlichen hineinzufinden.<br />
Ein ausgesprochen empfehlenswertes Buch, sowohl für den Unterricht als auch für Betroffene, die speziell im Kapitel ?Für Eltern? konkrete Anregungen finden, wie sie den Kindern helfen können, die Trauer zu bewältigen.<br />
<i>[mip]</i><br />
<br /><br />
<span style="color:#B34503;">Roland Kachler, Sandra Reckers (Illustrationen): Wie ist das mit der Trauer?</span><br />
Gabriel 2007, ISBN 978-3522301169,&nbsp; 144 Seiten, ? 11,90, <span style="color:#B34503;">ab acht Jahren</span></p>

]]></content:encoded>
      <dc:date>2008-03-23T22:49:00+00:00</dc:date>
    </item>

    
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