Erfahrungsberichte

Erfolgreich als Autor: vom Workshop zum Verlagsvertrag in drei Monaten.
Ein Erfahrungsbericht von Petra Busch



Der Mörder schlägt zum zweiten Mal zu. Das Manuskript wächst kriminell schnell. Die Deadline rückt unbarmherzig näher. Ich sitze mit Laptop und Teekanne an einem urigen Holztisch, um mich herum Papierstapel und Bücher, neben mir mein schnurrender roter Kater – ein Klassiker, und der Traum eines jeden Autoren. Ähnlich fühle ich mich auch: Wie in einem Traum. Einem phantastischen. Unglaublichen. Sehr inspirierenden. Denn ich schreibe an meinem ersten Roman. Einem Psychokrimi. Und das nicht für die Schublade, sondern für Geld, zahlreiche Leser – und einen der größten Publikumsverlage.

Natürlich ist das kein Zufall. Kein pures Glück. Und Beziehungen stecken auch nicht dahinter. Vielmehr meine Freude am Schreiben, harte Arbeit und ein qualifizierter Workshop über das Verfassen eines professionellen Exposés. Entdeckt hatte ich diesen bei http://www.akademie.de: „Erfolgreich als Autor: Buchidee - Exposé - Veröffentlichung“. Das klang viel versprechend. Und sowohl die Kursinhalte als auch die Dozentin Momo Evers haben meine Erwartungen übertroffen: Gehofft hatte ich auf eine solide Ausarbeitung meines Buch-Projekts, etwas Rückmeldung beim Plotten und Austausch mit Gleichgesinnten. Entstanden ist ein Exposé, das mir innerhalb von nur drei Monaten den Verlagsvertrag und Angebote weiterer renommierter Verlage eingebracht hat. Entwickelt haben sich auch hervorragende Diskussionen rund um Bücher und unsere so verschiedenen Projekte. Und nicht zuletzt Freundschaften mit anderen Workshop-Teilnehmern.

„Und wie hast du das jetzt konkret gemacht mit dem Verlag?“, fragen mich viele. Nun, da war natürlich das professionelle Exposé. Mit Konkurrenzanalyse, Kurzzusammenfassung, Dramatis Personae, Handlungsabriss in Stichpunkten und Kurzvita. Ein wichtiger Baustein auf dem Weg ins Autorenleben. Denn in den Workshop bin ich mit nichts als einer Plot-Idee im Kopf gegangen und dem Wunsch, mein Buch mit einem guten Verlag zu realisieren. Im Workshop konnte ich den Plot – auch im Dialog mit anderen und unter fachkundigem Feedback von Momo – detailliert ausbauen. Parallel zum Feilen an der mehrschichtigen Handlung, habe ich mich darüber schlau gemacht, ob mein Thema auf dem aktuellen Buchmarkt überhaupt eine Chance hat. Und das hatte es! So war der nächste Schritt das Durchforsten der Verlagsprogramme und Segmente großer Häuser. Danach wusste ich, zu wem ich als Autorin passe – und habe Teile des Exposés auf ausgesuchte potenzielle Verlagspartner zugeschnitten.

Doch damit war es nicht genug: Denn das beste Exposé nützt nichts, wenn nach dem Workshop ein erleichtertes Zurücklehnen die Motivation ersetzt – und das gute Stück in den Fluten des Alltags untergeht, getreu dem Motto: „Workshop geschafft, puuuh, jetzt gönne ich mir erst einmal eine Pause.“ Meine Erfahrung – und die teile ich mit genau den Mitautoren, die nach dem Workshop auch einen Verlag für sich gewinnen konnten: Dran bleiben! Leseprobe schreiben – sofern es ein belletristisches Werk werden soll. Lektoren kontaktieren. Begleitschreiben an die ausgewählten Verlage verfassen. Das Ganze losschicken. Und hoffen, bald in Vertragsverhandlungen einsteigen zu können.

Bei mir hat‘s geklappt. Nicht zuletzt auch dank einiger wertvoller Extratipps von Momo: Vier große Verlage meldeten sich innerhalb kürzester Zeit zurück. Drei mit konkretem Interesse. Ich habe weitere Kapitel verfasst und hingeschickt. Gespannt gewartet. Vierzehn Tage später zwei Vertragsangebote auf dem Tisch gehabt plus eine mündliche Zusage. Mit meinem Favoriten erfolgreich verhandelt. Genau drei Monate nach dem Workshop-Start unterschrieben. Und dann erst einmal ein großes Glas teuren Rotweins getrunken.

Zugegeben: Das ist wirklich ein Traum! Doch er ist nicht von alleine zur Realität geworden. Ich konnte auf meinen Beruf als Texterin, meine journalistische Ausbildung und meine Krimi-Leidenschaft bauen. Auf den Akademie-Workshop. Aber auch darauf, dass Momo ihre Exposé-Kompetenz so wunderbar an uns weitergegeben hat. Auch wenn „Erfolgreich als Autor“ es in sich hat, der Workshop Zeit, Durchhaltevermögen und die Bereitschaft braucht, sich auch auf die Projekte der Mitstreiterinnen und Mitstreiter einzulassen: Ich würde es wieder tun. Jederzeit!

Doch jetzt koche ich erst einmal frischen Tee. Lausche dem zufriedenen Schnurren meines vierbeinigen Gefährten. Und setze den Herrn Kriminalhauptkommissar endlich auf die richtige Fährte. Denn die Deadline naht.

Herzlich, Petra Busch
http://www.texte-fuer-menschen.de
http://www.texte-fuer-firmen.de


Der Krimi von Petra Busch “Schweig still, mein Kind” erscheint 2010 bei Droemer Knaur.


Weitere Erfahrungsberichte finden Sie auf der Website von akademie.de




Sam Jolig: Echt/Falsch
Von der Idee bis zur Veröffentlichung
Ein exemplarischer Erfahrungsbericht

Im September 2003 sprach mich meine Kollegin Antje Ritter an. Sie habe einen Text einer jungen Autorin vorliegen, die eine Möglichkeit zur Veröffentlichung suche. Sam Joligs erste Texte überzeugten mich inhaltlich nicht, aber ihr frischer Stil gefiel mir. Er »hatte etwas«, und Sam Jolig selbst, hauptberuflich im Model-Business tätig, entpuppte sich als eine über die Maßen kooperative, realistische und geschäftstüchtige »Jung«autorin. Vom Erstkontakt bis zur Veröffentlichung des augenzwinkernden Gesellschaftsromans »Echt/Falsch« verging etwa ein Jahr. Ein Erfahrungsbericht.

»Echt/Falsch« - ein exemplarisches Beispiel für eine wirklich zügige Entstehung eines Gesellschaftsromans

15. Oktober 2003: Von Antje Ritter (http://www.das-korrektiv.com) erhalte ich die Kontaktdaten und die ersten Texte von Sam Jolig.

16. Oktober 2003: Ich lese die Texte und schreibe eine Beurteilung, die ich Frau Jolig zukommen lasse.

17. Oktober 2003: In einem längeren Telefonat einigen wir uns auf ein weiteres Vorgehen. Sam Jolig ist bereit, das bisher Geschriebene ad acta zu legen und noch einmal ganz von vorne zu beginnen.

19. Oktober 2003: Bei einem langen und arbeitsreichen Treffen in Bad Salzdetfurth sprechen Frau Jolig und ich ihr Vorhaben durch. Welche der vielen in ihrem Plot angerissenen Geschichten möchte sie erzählen? Aus welcher Perspektive? Mit welcher Zielgruppe? Und mit welchem Ziel?

Gemeinsam feilen wir an ihrer Geschichte, legen Haupt- und Nebenfiguren und deren Motivationen und Entwicklungen fest und erstellen einen Szenenverlaufsplan.

30. November 2003: Viele Mails und Telefonate später haben wir uns vorgenommen, Teile des Textes bei einem Romanwettbewerb einzureichen. Daher ist Eile geboten. Mit viel Disziplin von Sam Jolig und einigen Überarbeitungsschleifen entsteht bis Ende November die erste Hälfte des Romans, und er erhält auch seinen Titel: Echt/Falsch.

28. Dezember 2003: Der gesamte Text ist in Rohversion fertig, und ich nehme ihn zum Lektorat mit in den Sylvesterurlaub. Das Exposé und die ersten Kapitel liegen derweil bereits einigen Verlagen zur Prüfung vor.

16. Januar 2004: Wiederum etliche Korrekturläufe, Mails und Telefonate später steht der Text in vorläufiger Version. Der Gryphon-Verlag fordert nach positiver Beurteilung des Exposés den gesamten Text zur Prüfung an. Bei Bastei Lübbe und Goldmann lehnt man das Buch für 2004 ab, steht aber einer Prüfung für 2005 nicht abneigend gegenüber. Sam Jolig möchte Echt/Falsch wenn möglich noch in 2004 verlegt sehen.

30. April 2004: Der Gryphon-Verlag nimmt Echt/Falsch in sein Programm für 2004 auf. Geplanter Erscheinungstermin ist der Oktober.

04. Mai 2004: Sam Jolig tritt mit einer neuen Romanidee an mich heran. Wieder handelt es sich um einen Gesellschaftsroman, dieses Mal mit einer gänzlich anderen Thematik. Wir sprechen den Plot durch, erstellen ein Exposé und Sam Jolig schickt das Angebot auf die Reise.

01. Juni 2004: Der Text befindet sich ein weiteres Mal im Lektorat, und auch die ersten Illustrationen treffen ein. Bleibt nur, sich auf das Erscheinen zur Frankfurter Buchmesse zu freuen.


Als kleiner Vorgeschmack hier schon einmal der Klappentext des Buches:

Erfrischender Abgesang auf die Stars von gestern und die Sternchen von morgen
Für Freunde von Ildikó von Kürthy und Hera Lind

Nike, ein Model auf dem Weg nach oben, ist jung, hübsch, perfekt gestylt, von sich selbst überzeugt - und wie alle Models natürlich zu dick. Inmitten einer Veranstaltung, auf der sie hofft, im Dunstkreis ihres Idols Penny Levers (blond, willig, Silikonbestückt) »ganz groß rauszukommen«, kippt Nike um. Diagnose: akute Magersucht, galoppierender Realitätsverlust. Zu ihrem Entsetzen findet sich Nike in einer Klinik für »Promis mit Problemen« wieder. Was es dort zu entdecken gibt? Gitarre spielende Schönlinge, die sich als Schmierwürste entpuppen, alternde Schauspieler mit Alkoholproblemen, schwule Designer und eine Menge Orangenhaut. Nikes Ziel ist klar: Raus hier, zurück ins pralle Leben. Christoph Lommas, Skandaljournalist mit Leib und Seele, nutzt die Gunst der Stunde: Als Nikes Freund stirbt, macht Christoph ihr ein viel versprechendes Angebot.

Ein entlarvender, bissiger und augenzwinkernder Debut-Roman über die Branche der Starlets und Sternchen und ihre Intrigen, gewürzt mit erfrischendem Humor und einer jungen, unverbrauchten Sprache.

Zur Person:

Sam Jolig ist selbst Model und kennt sich in Glamour-Welt, Skandaljournalismus und Unterhaltungsmedien (von Bild über Bunte bis Stern) blendend aus. Natürlich sind alle Personen des Romans frei erfunden. Ohne Zweifel.

Weiteres zu Echt/Falsch unter: http://www.gryphonverlag.de
Weiteres zu Sam Jolig unter http://www.all-about-sam.de